Polarlichter in Abisko fotografieren
Du brauchst keine eigene Kamera, um mit Polarlichtbildern aus Abisko heimzukommen, aber ein paar Gewohnheiten, die die Kälte auf die Probe stellt. Dieser Ratgeber zeigt, was die Fototour verleiht, sinnvolle erste Einstellungen, wie weit ein Handy kommt und die Tour, bei der jemand anderes auf den Auslöser drückt.
Was dir die Fototour leiht
Die Fototour von Lights Over Lapland ab ~138 € leiht jedem Gast eine DSLR, deren Objektiv für das Polarlicht voreingestellt ist. Zu jedem Set gehören auch ein Stativ und ein Rucksack. Warme Overalls und eine Stirnlampe sind im selben Paket.
Mitbringen musst du nur eine SD-Karte mit mindestens 4 GB. Vergisst du sie, verkauft der Veranstalter eine 32-GB-Karte für etwa 250 Kronen. Das rettet den Abend, kostet aber mehr als eine Karte von zu Hause.
Die Gruppe ist auf acht begrenzt, damit der Guide jede Kamera prüfen kann. Die Anleitung bleibt aber einfach: Es geht um ein scharfes Bild, nicht um einen Kurs in Belichtung.
Kamera und Stativ für jeden, ein Guide für acht
Vier Stunden mit einer DSLR, die fürs Polarlicht eingerichtet ist, dazu heißer Preiselbeersaft und Snacks. Wetter und Vorhersage bestimmen am Abend die Tourform.
Bei Viator steht sie bei 4,9 aus 500+ Bewertungen, bei GetYourGuide bei 4,6 aus 90+. Für Kinder unter 10 ist sie nicht gedacht, und laut Angebot ist sie nicht rollstuhlgerecht.
Einstellungen in einfachen Worten
Bei Polarlichtfotos geht es vor allem darum, so viel Licht wie möglich einzufangen, ohne dass etwas verwackelt. Ein üblicher Ausgangspunkt ist manueller Fokus auf unendlich, die größte Blende des Objektivs und ein ISO-Wert etwa zwischen 1600 und 3200.
Belichtungen von ein paar Sekunden funktionieren meist. Ein helles, schnell bewegtes Polarlicht braucht das kurze Ende, damit seine Falten scharf bleiben, während ein schwaches Leuchten länger vertragen kann, wenn das Stativ ruhig steht.
Der Autofokus sucht im Dunkeln gern hin und her, deshalb ist manueller Fokus wichtig. Stell auf ein fernes Licht oder einen hellen Stern scharf, prüf das Ergebnis vergrößert auf dem Display und lass den Ring dann in Ruhe.
Der Weißabgleich ist Geschmackssache. Eine Einstellung um Tageslicht oder etwas kühler hält den Schnee neutral, und wenn du im RAW-Format fotografierst, kannst du ihn später ohne Verlust ändern.
Mach ein Testbild, schau es an und ändere dann eine Sache nach der anderen. Die Kamera hält oft mehr Farbe fest, als deine Augen sehen, deshalb kann ein blasser Bogen über dir auf dem Display grün erscheinen.
Was ein Handy schafft
Neuere Handys mit Nachtmodus können ein starkes Polarlicht einfangen, solange das Handy stillhält. Freihändige Aufnahmen verwackeln, den größten Unterschied macht also ein kleines Stativ oder eine Handyklemme.
Schalte den Blitz aus, tippe zum Scharfstellen auf den fernen Horizont und lass den Nachtmodus vollständig durchlaufen. Schwaches Polarlicht ist für ein Handy viel schwieriger, und der Himmel wird oft körnig.

Auf einer Tour mit Leih-DSLR nimmst du das Handy für die Bilder von Menschen und die geliehene Kamera für den Himmel. So teilst du die Arbeit auf und sparst den Handyakku für den Rückweg.
Akkus und die Kälte
Kälte leert Akkus schnell, oft viel schneller, als du in einer Winternacht erwartest. Eine Kamera, die im Hotel voll geladen war, kann nach einer halben Stunde auf dem Stativ ausgehen.
Trag einen Ersatzakku in einer Innentasche nah am Körper und tausch ihn ein, wenn der erste schwächelt. Ein leerer Akku gewinnt oft etwas Ladung zurück, sobald er wieder warm wird.
Handys leiden genauso. Trag deins zwischen den Aufnahmen in der Jacke und nimm eine kleine Powerbank mit, die du ebenfalls warm hältst. Unser Ratgeber zur Kleidung erklärt, welche Taschen unter den Schichten warm bleiben.
Handschuhe am kalten Stativ
Kameratasten sind klein und die Nacht ist kalt, nackte Finger halten also nicht lange durch. Dünne Unterziehhandschuhe unter warmen Fäustlingen erlauben dir, die Fäustlinge für eine Einstellung abzustreifen und zwischen den Aufnahmen wieder anzuziehen.
Stell das Stativ auf festen Schnee und drück die Beine vor dem Fotografieren hinein. Ein Zwei-Sekunden-Timer oder ein Fernauslöser verhindert, dass der Druck deines Fingers das Bild verwackelt.
Metallene Stativbeine werden schmerzhaft kalt. Trag das Stativ am gepolsterten Teil, falls es einen hat, und lass die Finger von den Metallteilen.
Kondenswasser, wenn du wieder reingehst
Trägst du eine durchgefrorene Kamera direkt in einen warmen Raum, bildet sich Feuchtigkeit auf dem Objektiv und im Gehäuse. Pack sie vor dem Hineingehen in eine geschlossene Tasche und lass sie etwa eine Stunde langsam warm werden.
Nimm vorher die Speicherkarte heraus, wenn du deine Bilder gleich ansehen willst. So wird die Karte schnell warm, während die Kamera verschlossen bleibt.
Stirnlampen und der Vordergrund
Eine weiße Stirnlampe im Bild eines anderen ruiniert eine Langzeitbelichtung und kostet alle die Nachtsicht. Schalte auf Rotlicht, wenn deine Lampe das kann, und richte sie beim Gehen auf den Boden.
Ein Bild nur vom Himmel wirkt schnell flach. Such dir etwas, das das Bild verankert, etwa ein beleuchtetes Lávvu oder eine Reihe Birken. Die flache weiße Fläche des zugefrorenen Torneträsk funktioniert auch.
An den Seeplätzen der Busjagd kann stilles Wasser vor dem Zufrieren eine Spiegelung zeigen. Unsere Seite darüber, warum der Himmel über Abisko aufklart, beschreibt die Landschaft rund um das Dorf.
Jemand anderes hinter der Kamera
Die Autotour von Explore Arctic ab ~126 € dreht die Aufgabe um. Ein Berufsfotograf führt die Tour, fotografiert dich mit dem Polarlicht im Hintergrund und schickt dir die digitalen Fotos nach der Tour.
Höchstens acht Gäste fahren im Auto mit, und bei GetYourGuide steht sie bei 4,9 aus 80+ Bewertungen. Du bekommst fertige Porträts, aber keinen Unterricht, sie passt also eher zu Paaren als zu Leuten, die etwas lernen wollen.
Keine Tour kann Bilder versprechen, weil keine das Polarlicht versprechen kann. Bleibt der Himmel zu, hilft unser Plan für eine wolkige Nacht, und der Preisratgeber vergleicht beide Fotooptionen mit den übrigen Touren.